Technik | Rechtliche Aspekte ![]() |
Anzug

Der Taekwondo-Anzug (koreanisch: Dobok) besteht aus Jacke (Sang-I), Hose (Ha-I) und Gürtel (Ty) in der traditionellen Farbe weiß. Lediglich den Meistergraden (ab 1. Dan) ist es gestattet, einen Dobok mit schwarzem Revers zu tragen. Frauen tragen bei tief ausgeschnittener Jacke ein weißes Unterteil (z. B. T-Shirt) unter der Jacke.
Wenn der Dobok während des Trainings in Unordnung geraten ist, dann dreht sich der Betreffende in einem geeigneten Augenblick vom Trainer weg und bringt Anzug und Gürtel wieder in Ordnung.
Schülergrade
Im Taekwondo gibt es zehn Schülergrade (Kup genannt), die anhand der Farben ihrer Gürtel unterschieden werden. Anfänger beginnen mit dem weißen Gürtel und müssen zum Erreichen eines höheren Schülergrades jeweils eine Prüfung ablegen. Die Farben der Gürtel bestehen aus den Vollfarben weiß, gelb, grün, blau und braun (in manchen Verbänden rot statt braun) sowie aus den Zwischenstufen weiß-gelb, gelb-grün, grün-blau und blau-braun.
Die Farben bzw. die dadurch repräsentierten Grade dienen dem Schüler als Ansporn, den nächsten Grad zu erreichen. Dies sollte jedoch nicht überbewertet werden. Denn wie eine alte koreanische Weisheit besagt, dient der Gürtel letztlich doch nur dazu, Jacke und Hose zusammen zu halten.
Die Entwicklung eines Taekwondoin
wird gerne mit dem Wachstum einer Pflanze verglichen, deshalb haben alle
Farben eine symbolische Bedeutung.
| Schülergrad | Farbe | Bedeutung | |
|---|---|---|---|
| 10. Kup | ![]() |
weiß | Die Pflanze liegt noch als Samen im Boden. Der weiße Gürtel wird von Anfängern getragen, die noch unwissend sind und dem Taekwondo offen und wissbegierig gegenüberstehen. |
| 9. Kup | ![]() |
weiß-gelb | |
| 8. Kup | ![]() |
gelb | Erste Wurzeln zeigen sich. Gelb steht für fruchtbaren Erdboden, auf dem Wissen und Können gedeihen sollen. |
| 7. Kup | ![]() |
gelb-grün | |
| 6. Kup | ![]() |
grün | Die Wurzeln haben ausgeschlagen, die Pflanze beginnt zu wachsen. Die Anstrengungen im Training haben sich gelohnt, etwas im Schüler reift heran. |
| 5. Kup | ![]() |
grün-blau |
|
| 4. Kup | ![]() |
blau | Die Pflanze wächst in den Himmel. Blau steht für den Himmel und ist das Symbol für eine Grenze, denn der Schüler muss nun zeigen, dass er in der Lage ist, Höheres anzustreben und auch zu erreichen. |
| 3. Kup | ![]() |
blau-braun | |
| 2. Kup | ![]() |
braun | Achtung, Gefahr, ich komme! Braun symbolisiert die Borke des Baumstammes, was bedeutet, dass die Techniken sich bereits gefestigt haben und der Schüler kurz davor steht, Meister zu werden. Hinweis: In manchen Vereinen und Verbänden wird statt braun die Farbe rot benutzt. Die Bedeutung ist dabei dieselbe. |
| 1. Kup | ![]() |
braun-schwarz | |
Die Prüfungen zum Erreichen des nächst höheren Schülergrades können erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes abgelegt werden. Dabei ist eine Mindestanzahl an Trainingsbesuchen Vorraussetzung sowie die körperliche und geistige Eignung des Schülers. Der Trainer legt fest, ob der Schüler den nötigen Ausbildungsstand erreicht hat und zur nächsten Prüfung zugelassen wird.
Die Grafik zeigt die kürzest mögliche Ausbildungszeit, regelmäßiger Trainingsbesuch und entsprechende Fortschritte vorausgesetzt.

Meistergrade
Schwarz als stärkste alle Farben vereinigt alle anderen Farben in sich
und ist deshalb nur den Meistergraden vorbehalten. Daher dürfen auch nur
Dan-Träger einen schwarzen Gürtel sowie einen Anzug mit schwarzem Revers
tragen.
Das Erreichen des 1. Dan ist jedoch nicht das Ende der Hierarchie, sondern
wird eigentlich als der Anfang bezeichnet. Der Schüler ist zwar ein Meister
geworden, hat jedoch noch lange nicht alles gelernt, was es zu lernen gibt.
Wer die Philosophie von Taekwondo richtig verstanden hat, betreibt den Sport
bzw. die Kunst sein Leben lang, sofern gesundheitlich möglich.
Dan-Träger der Stufen 1 bis 3 werden mit Gyosa Nim (= Taekwondo-Trainer) angeredet, vom 4. bis 6. Dan lautet die Anrede Sabeom Nim (= Taekwondo-Lehrer). Ab dem 7. Dan (Großmeister) werden die Grade nicht mehr durch Prüfungen bei einem höheren Meister erworben, sondern vom jeweiligen Verband verliehen, dem man angehört. Voraussetzung dafür ist z. B. jahrelange Arbeit als Trainer oder Funktionär, oder die jahrelange erfolgreiche Teilnahme bei Wettkämpfen usw. Den 10. Dan verleihen die beiden Weltverbände jeweils ihrem Präsidenten und auch nur für die Dauer dessen Amtszeit.
Technik | ![]() | Rechtliche Aspekte ![]() |





Sitemap 
Technik










